Frohe Ostern und musikalische Ausblicke

Der April gilt als besonders launisch. Abwechslung im positiven Sinne bieten drei sehr verschiedene Konzerte im Rahmen von Elblandia an den kommenden Wochenenden.

© Christian Hüller

Sagt Ihnen der schmucke Apparat im Foto oben etwas? Zu sehen ist ein Theremin, worauf sich eine der angesagtesten Interpretinnen entspannt abstützt. Die deutsch-sorbische Musikerin und Komponistin Carolina Eyck gilt als weltweit führend auf dem Instrument aus der Urzeit der elektronischen Musik. Der Nachmittag THEREMIN & VOICE am 18. April im KulturOrt Heymannbaude ist der Ausnahmekünstlerin und jenem legendären Instrument gewidmet. Solostücke für diesen Schwebungssummer und Stimme ergänzt Carolina Eyck durch persönliche Einblicke in ihre Spielweise. Die Veranstaltung ist als Gesprächskonzert konzipiert. Fragen sind willkommen und wer möchte, kann das Theremin selbst ausprobieren.

Zuvor kehrt da Landesjugendorchester Sachsen zu Elblandia zurück. Kunst „bietet Raum für Utopien. Aus ihnen entstehen Ideen, die unsere Kultur prägen. ‚Hadaf und Tacheles‘ sind Sinnbilder einer Utopie“, so Chefdirigent Tobias Engeli. Das hebräische ‚Tacheles‘ wie das arabische ‚Hadaf‘ bedeuten wörtlich: Ergebnis, Zweck, Ziel. „Zwei Worte, zwei Kulturen, die tiefe gemeinsame Wurzeln haben, eigentlich nah verwandt sind, sich aber traurigerweise feindselig gegenüberstehen.“ HADAF UND TACHELES am 11. April in Radebeul verbindet jüdische und muslimische Kultur. Mit Werken über Menschlichkeit, die Hoffnung, Humor und Trost in sich tragen. „Lauschen Sie der Utopie und lassen Sie die Kraft der Musik auf sich wirken“ – Tobias Engelis Aufmunterung schließen wir uns gern an.

Wir reisen weiter mit EIN STÜCK KOSMOS 2. Nachdem Jan Vogler im April 2025 die ersten drei Suiten Johann Sebastian Bachs für Violoncello solo interpretiert hat, kehrt der weltberühmte Musiker am 19. April nach Lohmen zurück, um die zweite Dreier-Gruppe des epochalen Zyklus' folgen zu lassen.

Ein Filmkritiker und ein Domorganist verabreden sich zu Bach

Für seine literarische Liebeserklärung lässt sich Knut Elstermann von Albrecht Koch an der wunderbaren Orgel der Dorfkirche Herzoglswalde begleiten.

Das Bild zeigt die Sitzpolster der Dorfkirche Herzogswalde. Sie machen das Kirchenschiff bunt – so, wie draußen der Frühling die Farben auffrischt. Und dass wir nicht mehr die eisigen Temperaturen des Jahresbeginns haben, ist auch durch die mächtigen Mauern unserer Gotteshäuser hindurch zu spüren. 

In seinem im März 2025 erschienenen Buch „Bach bewegt“ begibt sich Knut Elstermann auf eine außergewöhnliche Reise zu Johann Sebastian Bach. Als roter Faden dienen dem Filmkritiker die unterschiedlichen Kino- und Fernsehfilme, die sich im Lauf der Jahrzehnte mit dem großen Komponisten beschäftigt haben. Elstermann reist an Originalschauplätze, spricht mit Filmschaffenden und Musik-Enthusiasten. Sein Buch ist eine Liebeserklärung an Bach, umkreist aber zugleich auf unterhaltsame Weise grundsätzliche Fragen biografischen Erzählens. Wie kann ein authentisches Porträt entstehen, wenn so vieles doch erfunden sein muss? Warum ausgerechnet Herzogswalde? Die Idee kam Albrecht Koch schnell bei der Suche nach einem für Bach besonders geeigneten Instrument. Schauen Sie für mehr in unser Programm!

Große Musik in Kleinbesetzungen

Nach dem Prolog im Februar eröffnet Elblandia seine zweite Saison.

Musikerin schaut durch Bühnenvorhang
© Oliver Killig

Im Jahr seines 240. Geburtstags und 200. Todestags gebühren Carl Maria von Weber besondere Ehren. Deshalb setzen wir den Komponisten und Schöpfer des „Freischütz“ gleich beim festlichen Eröffnungskonzert auf das Programm. In Programm SCHUBERT TRIFFT WEBER am 7. März, 16 Uhr in der Dorfkirche Lohmen musizieren Mitglieder der Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Es erklingen Eugène Bozzas Image für Flöte solo, Webers Flötentrio g-Moll op. 63 sowie das Oktett F-Dur D 803 von Franz Schubert. Geschrieben für Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass, war es auch aufgrund seiner Dauer das umfangreichste Kammermusikwerk seiner Zeit.

Im Programm am 8. März kommen vier Ikonen zusammen: Édith Piaf, Ella Fitzgerald, Carole King und Joni Mitchell. Dieses Arrangement schaffen Sängerin Katharina Gruber und Gitarrist Christian Gruber mit „éternelles“ („den Ewigen“). Was könnte besser zum Internationalen Frauentag passen als eine Verneigung vor diesen vier Sängerinnen und Songschreiberinnen? Durch zeitlose – eben ewige – Kompositionen oder Interpretationen haben sie sich unsterblich gemacht. In ÉTERNELLES ZUM FRAUENTAG werden Tochter und Vater Gruber ihre herausragende Musikalität und emotionale Tiefe beweisen.

Prolog im Winter – über den Winter

Elblandia startet ins zweite Jahr mit einer exzellent besetzten musikalischen Lesung. WINTERREISEN bildet den Prolog von 20 Veranstaltungen, den die Reihe 2026 bietet, und ist eine Kooperation mit regionalen Partnern.

© Martin Richter

Winter bezeichnet nicht nur die kälteste, dunkelste Jahreszeit. Winter wird oft mit Stillstand, Ruhe, Rückzug, mit emotionaler oder seelischer Kälte, mit Leere oder Entbehrung assoziiert. Aber er steht ebenso für innere Einkehr, Reinigung, für Erneuerung und Hoffnung, woraus sich frische Kraft schöpfen lässt. Der Prolog des Elblandia-Jahres 2026 am 6. Februar im NationalparkZentrum Bad Schandau spürt den vielfältigen Bedeutungen des Begriffs Winter nach – negativen wie positiven. Zu erleben als gedankliche Reise in Musik und Wort, exzellent besetzt mit Schauspielerin Marianna Linden und Gitarrist Stephan Bormann. Mit Texten unter anderen von von den Strittmatters, Peter Altenberg, Mascha Kaléko, Songs etwa von Sting und Stücken Stephan Bormanns.

Stimmungsvolle Winterfotografien aus dem Elbsandsteingebirge von Martin Richter schlagen eine Brücke zum Ort dieses besonderen musikalisch-literarischen Abends.

WINTERREISEN – EIN PROLOG ist zugleich Teil des Kulturfestivals „Wintersterne Sächsische Schweiz“, das der Tourismusverband Sächsische Schweiz initiiert hat, um auf Reize und Werte hinzuweisen, welche die Region in der kalten Jahreszeit bietet. Dieser Idee und dem Verband steht Elblandia nahe. Der Prolog im NationalparkZentrum Bad Schandau ist zudem Ausdruck der Partnerschaft mit dem Nationalpark Sächsische Schweiz.

 

Schlussakkord und Auftakt klingen zusammen

Am zweiten Adventswochenende lockt Elblandia in Pirna und Meißen zu den letzten Veranstaltungen dieses Jahres. Zugleich startet der Vorverkauf für das kommende.

© Adobe Stock, Alexandra Schuh

Eine märchenhafte Erzählung des Romantikers Ludwig Tieck findet am 5. Dezember in der Pirnaer Spielstätte KOMPLEX45 ein sphärisches musikalisches Echo. Schauspieler Tom Quaas liest aus „Die Elfen“, einer berührenden Erzählung, die von Naturschönheit handelt, menschlicher Schwäche und von Respekt. Am 6. Dezember im Theater Meißen begibt sich das gestandene Pantomime-Duo Bodecker & Neander „Auf Winterreise“. Zu erleben ist ein fulminantes Bildertheater voller Magie, feinstem Humor, optischen Illusionen und stimmungsvoller Musik. Beim adventlich-festlichen Ausklang von Elblandia 2025 in Pirnas Stadtkirche St. Marien am 7. Dezember (2. Advent) mit Trompeter Björn Kadenbach und anderen Blechbläsern der Dresdner Philharmonie darf wieder aktiv mitgewirkt werden: Hochklassig vorbereitet und begleitet von Kantor Florian Mauersberger an der Orgel, wird das Publikum zum Mitsingen wohlbekannter Advents- und Weihnachtslieder eingeladen. Oder zum Mitswingen bei mancher Weise…

Mehr erfahren Sie auf dieser Seite unter PROGRAMM oder im aktuellen NEWSLETTER, für den Sie sich jederzeit anmelden können. 

Restkarten gibt es jeweils an der Abendkasse. Wir wünschen einen schönen Advent. 

Elblandia startet in den Herbst

Der Sommer verlässt uns – Elblandia findet am letzten Septemberwochenende an drei Spielorten seine Fortsetzung mit herbstlich bunten Angeboten für die ganze Familie.

Szene aus „Als sich Nichts und Alles trafen“

Szene aus „Als sich Nichts und Alles trafen“

© Ralf Mosmann

Ein faszinierendes Tanzstück über Gemeinsamkeiten und Gegensätze in der Heymannbaude Kleinhennersdorf. Zyklen der „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi und Piazzolla, reizvoll gegenübergestellt in der Dorfkirche Lohmen. Ein Himmel voller klangschöner Blockflöten in der Oberen Orangerie im Barockgarten Großsedlitz – all dies ist am 27. und 28. September im Rahmen unserer Reihe zu erleben. 

Mehr erfahren Sie auf dieser Seite unter PROGRAMM oder im aktuellen NEWSLETTER, für den Sie sich jederzeit anmelden können. 

Tickets gibt es auch jeweils an der Abendkasse. Wir freuen uns auf Sie. 

Elblandia startet mit prall gefülltem Festival-Wochenende

Es geht los. Nach einem Vorboten, dem ausverkauften Konzert mit dem Quartett JazzLust um Micha Winkler im Februar in Pirna, startet Elblandia am Wochenende nach Ostern seinen ersten Jahrgang mit einem hochkarätig besetzten Programm.

Foto des Landesjugendorchesters Sachsen

Landesjugendorchester Sachsen

© Sächsischer Musikrat

Der lyrische Tenor Christoph Prégardien und dessen Klavierpartner Eric Schneider geben am 25. April in den frisch renovierten Ballsälen Coßmannsdorf in Freital einen Liederabend, wo unter an-derem Robert Schumanns Zyklus „Dichterliebe“ zu erleben ist. Tags darauf musiziert am selben Ort ein Quintett aus Mitglieder der Elbland Philharmonie Sachsen und der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter anderem Franz Schuberts „Forellenquintett“.

Die Jugend eröffnet

Frühlingshaft und ambitioniert geht es weiter: Das Landesjugendorchester Sachsen unter Leitung von Tobias Engeli bietet am Abend des 26. April im Programm „Von Träumen und Sternen“ in der Börse Coswig Werke über und von Frauen dar. Dieses von jungen Menschen gestaltete Konzert liegt uns besonders am Herzen, weswegen wir es zum Eröffnungskonzert von Elblandia ernannt haben. Wir freuen uns, dass Barbara Klepsch, Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus, zu diesem besonderen Anlass kommen und ein Grußwort sprechen wird. 

Ein Duo aus Studierenden der Dresdner Hochschule für Musik überbringt eine Elblandia-Botschaft im Gottesdienst am 27. April in der Marienkirche Pirna und kündigt das A-cappella-Konzert „Amerika!“ mit amarcord an, das am Nachmittag am selben Ort das erste Festivalwochenende krönt. Zuvor wird Jan Vogler bei einer Sonntagsmatinee in der Dorfkirche Lohmen die ersten drei der legendären Suiten für Violoncello solo von Bach musizieren.

Stöbern Sie weiter! Alle Programme sind detailliert auf dieser Website zu finden.
   

Zwei Tickets zum Preis von einem für unsere Konzerte im April und Mai

Das Elblandia Festival bietet am Wochenende nach Ostern Hochkarätiges mit namhaften Musikerinnen und Musikern wie Christoph Prégardien (Freital), Jan Vogler (Lohmen) und amarcord (Pirna).

Ganz im Zeichen des Nachwuchses steht das offizielle Eröffnungskonzert am 26. April in der Börse Coswig. Wir freuen uns, dort das Landesjugendorchester Sachsen begrüßen zu können. Und im Mai folgen "Entlang der Müglitz" Konzerte mit Musiker.innen der Sächsischen Staatskapelle Dresden (Dohna), Friend ‘n’ Fellow (Weesenstein) und Peter Rösel (Lauenstein).

Zeitlich begrenzt bieten wir Ihnen zwei Tickets zum Preis von einem für die Veranstaltungen des Elblandia Festivals im April und Mai. Unsere Aktion "2 für 1" ist soeben gestartet. Das Angebot gilt bis Ostermontag, 21. April 2025.

Wir wünschen ein frohes Osterfest und freuen uns auf Ihren Besuch bei unseren Konzerten.

Herzliche Grüße
Ihr Elblandia Festival

Übrigens: Kultur lässt sich verschenken. Bereiten Sie Ihren Liebsten zu Ostern eine Freude, sei es mit Tickets für konkrete Veranstaltungen oder mit einem Ticket-Gutschein, den wir Ihnen gerne ausstellen und den Sie selbst über Etix buchen können.

Vorbote wird zum ausverkauften Konzert

Micha Winkler wurde in seinem Quartett JazzLust am 7. Februar 2025 im KOMPLEX45 Pirna gefeiert. Besuchende strömten zu diesem „Rauchzeichen“ des Elblandia Festivals, das Ende April sein erstes, prall gefülltes Konzertwochenende erwartet.

© FEKUSS

Jegliche Angst vor nicht notierbaren, daher vielleicht gefährlichen Tönen war erneut unbegründet. Der Posaunist Micha Winkler will in seinem Quartett JazzLust immer: „Nur spielen!“ Tat dies mit Genuss am Freitag in der höchst atmosphärischen Spielstätte in der Kaserne Pirna und gemeinsam mit tollen Weggefährt:innen: Silke Krause (Keyboard), Lars Födisch (Kontrabass) und André Schubert (Drums). Gut zweieinhalb Stunden voller Spielfreude waren gespickt mit Standards wie Gershwins „Summertime“ und Klassikern wie Brahms' Ungarischem Tanz Nr. 5.

Im ausverkauften Saal saß natürlich gerade das beste Publikum, angesiedelt im „Premium-Segment“, kalauerte Winkler. Nein, auch Humor kam nicht zu kurz an diesem Abend, der zugleich das Kulturfestival Wintersterne Sächsische Schweiz bereicherte.