„Menschen brauchen Kunst“, findet Tobias Engeli. „Sie bietet Raum für Utopien. Aus ihnen entstehen Ideen, die unsere Kultur prägen. ‚Hadaf und Tacheles‘ sind Sinnbilder einer Utopie“, so der Chefdirigent des Landesjugendorchesters Sachsen. Das hebräische ‚Tacheles‘ wie das arabische ‚Hadaf‘ bedeuten wörtlich: Ergebnis, Zweck, Ziel. „Zwei Worte, zwei Kulturen, die tiefe gemeinsame Wurzeln haben, eigentlich nah verwandt sind, sich aber traurigerweise feindselig gegenüberstehen.“
Das Programm stellt syrische Tänze und jüdische Themen in sinfonischen Bearbeitungen einander gegenüber. Es enthält Werke von Ilse Weber, die in Theresienstadt wirkte, und des polnisch-jüdischen Komponisten Weinberg. Wir können erstaunt feststellen: So unterschiedlich diese Kulturen mit ihrer Musik auch sind – die melodischen Bausteine sind zuweilen sehr ähnlich und zeugen von den gemeinsamen Wurzeln aus einer Zeit, wo Hebräer und Muslime im syrischen Raum zu koexistierten wussten.
Programmheft (PDF)