Programm
Aus dem neuen Album „NOCTUNES“ – Klavierstücke zwischen Klassik und Jazz, die der Nacht gewidmet sind
NOCTUNES – PIANO SOLO
Programm
Aus dem neuen Album „NOCTUNES“ – Klavierstücke zwischen Klassik und Jazz, die der Nacht gewidmet sind
Das neue Album des Pianisten und Komponisten Clemens Christian Poetzsch ist den stillen Stunden, dem Klang der Nacht gewidmet. Geformt aus Fragmenten der Klassik und Momenten der Improvisation bedeuten die „NOCTUNES“ eine persönliche Annäherung an die Tradition der Nocturnes – und an die Idee, der Nacht einen eigenen Klang zu geben. Jedes Stück hält eine Erinnerung oder einen Moment fest – verbunden mit den Orten, an denen der Künstler über die Jahre konzertiert hat.
Aufgewachsen in Dresden, bekam er erste Klavierstunden vom Großvater, wurde schnell in die Welt von Bach, Schubert und Clementi eingeführt. Er war zehn, als ihm sein Vater ein Notenheft mit Standards von Frank Sinatra schenkte, worauf er bald Mitsing-Klassiker in der Bar nebenan spielte und darüber improvisierte.
Während er Klavier und Komposition studierte, jammte Poetzsch in Jazz- und Improvisationsbands, entdeckte die elektronische Musik. Die Neigung, „Umgebungen zu suchen, in denen ich mich überraschen konnte“, prägt seine Handschrift seitdem. Am 9. Oktober erschien beim Label Neue Meister das sechste Soloalbum des Wahl-Leipzigers. Im Titel verschmelzen Tradition und Gegenwart – die seit der Klassik gebräuchliche „Nocturne“ (etwa: Nachtstück) und das heute gebräuchliche „Tune“ (Musikstück).
Im eigenen Studio hat Poetzsch nächtliche Eindrücke von Konzertreisen in elf atmosphärischen Klavierminiaturen verarbeitet und aufgenommen. Titel wie „Athens“, „London“, „Praha“ oder „Toyohashi“ deuten die Weltläufigkeit an, die hier eingeflossen ist. Spontan, warm und offen, bewegen sich die Stücke zwischen Impressionismus, Jazz und elektronischen Klangtexturen. In der Villa Teresa werden sie an jenem legendären Steinway-Flügel von Eugen d‘Albert erklingen, den dieser 1898 erwarb und der heute in Coswig steht.
Exklusive Führung durchs Haus nach dem Konzert
Um 1900 diente die Villa Teresa dem Künstlerpaar Teresa Carreño und Eugen d’Albert als Wohnstätte. Der deutsche Komponist britisch-schweizerischer Herkunft gilt als einer der gefeiertsten Klaviervirtuosen der euopäischen Belle Époque. Seine venezolanische Gattin war ebenfalls als Pianistin und Komponistin aktiv. Eine Führung durch den klassizistischen Bau im Anschluss an das Konzert bringt Ihnen eine interessante Historie um zwei legendäre Künstler:innen jener Zeit näher.
An dieser Führung können maximal 20 Personen teilnehmen. Der Eintritt ist kostenfrei bei Vorlage Ihres Konzerttickets. Bitte melden Sie sich dafür am Konzerttag an der Abendkasse an.