Jan Vogler
Foto: Marco Grob
Jan Voglers bemerkenswerte Karriere hat ihn mit namhaften Dirigenten und international renommierten Orchestern wie dem New York Philharmonic, Gewandhausorchester Leipzig, Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und London Philharmonic Orchestra zusammengebracht. Sein großes Können ließ ihn die Klanggrenzen des Cellos ausloten und einen intensiven Dialog mit zeitgenössischen Komponisten und Künstlern aufbauen. Dazu gehören regelmäßige Uraufführungen, unter anderem von Tigran Mansurian, John Harbison, Udo Zimmermann, Wolfgang Rihm, das ihm selbst gewidmete Cellokonzert „Dunkle Saiten“ von Jörg Widmann oder „Drei Kontinente – Konzert für Cello und Orchester“ von Nico Muhly, Sven Helbig und Zhou-Long. Die New York Times bewunderte das „lyrische Gespür“ seines Cellospiels, das Gramophone Magazin lobt seine „schwindelerregende Virtuosität“, und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, „sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können“.
Neben der klassischen Konzerttätigkeit als Solist sucht der gebürtige Berliner stetig neue Wege, Musik mit anderen Künsten zu verbinden. 2024 trat er mit der Lyrikerin Amanda Gorman in der Carnegie Hall auf, wo zeitgenössische Gedichte zu Cellosuiten von Bach erklangen. Das Projekt „Bill Murray, Jan Vogler & Friends – New Worlds“ erregte als mitreißende Erkundung der Berührungspunkte von Literatur und Musik weltweit Aufmerksamkeit. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Jan Vogler und dem Dirigenten Kent Nagano wird seit 2023 Wagners „Ring“-Tetralogie im Rahmen des Projekts „The Wagner Cycles“ der Dresdner Musikfestspiele auf Basis aktueller Erkenntnisse der Forschung neu erarbeitet. In diesem Rahmen erlebte Wagners „Siegfried-Idyll“ im April 2025 seine Erstaufführung auf historischen Instrumenten mit einem Ensemble aus internationalen Solisten und Kammermusikern.
Inzwischen über 20 Jahre arbeitet Jan Vogler erfolgreich mit dem Label Sony Classical. Im Laufe dieser Kooperation sind bisher rund 20 CDs entstanden. Seit 2008 leitet Jan Vogler die renommierten Dresdner Musikfestspiele und ist zudem seit 2001 Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals, eine der ersten Adressen für Kammermusik weltweit.
2006 erhielt Jan Vogler den Europäischen Kulturpreis, 2011 den Erich-Kästner-Preis für Toleranz, Humanität und Völkerverständigung sowie 2018 den Europäischen Kulturpreis TAURUS als Intendant der Dresdner Musikfestspiele. 2021 wurde ihm der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Jan Vogler spielt das Stradivari-Cello „Castelbarco/Fau“ von 1707 und wird ausgestattet von TÉCHIN New York.